12 April 2018

Schlaf gut!

Das genialste Instrument unseres Körpers

Es ist wirklich faszinierend, wie sich unser Körper im Schlaf regenerieren kann, um mit den Anforderungen des Tages klar zu kommen. Alle Zellen erholen sich, und auch das Gehirn verarbeitet die Eindrücke des Tages und legt Erinnerungen in unserem Gedächtnis ab. Studien zeigen, dass die Menschen in westlichen Ländern immer weniger schlafen, so schliefen die Menschen vor 20 bis 30 Jahren durchschnittlich noch eine Stunde mehr.

Aber wie kommt das?

Eine Erklärung ist, dass uns der Fernseher, der PC und insbesondere das Smartphone im wahrsten Sinne des Wortes den Schlaf rauben. Also frage dich mal:

Bleibst du auch manchmal abends vor dem Fernseher oder dem Internet hängen? Gehörst du auch zu den Menschen, die am Abend noch überzeugt sind, dass 6 Stunden Schlaf doch reichen müssten, um dann am nächsten Morgen völlig übermüdet festzustellen, dass das ein Irrtum war?

Ein weiteres Thema für uns Mütter ist unser „Mama-Perfektionismus“. Wenn das Kind abends schläft, noch schnell aufräumen, die Spülmaschine ausräumen, das Waschmaschine anstellen und die vielen anderen Kleinigkeiten erledigen, zu denen man am Tag nicht gekommen ist. Und schwuppdiwupp ist der Abend vorbei, ohne dass man mal was für sich getan hat.

Was tun?

In Versuchen wurde festgestellt, dass die meisten Menschen sich bei 8,15 Stunden Schlaf einpendeln, wenn sie völlig ohne Wecker schlafen. Außerdem ist auch der Zeitpunkt zum Einschlafen wichtig. Haben wir diesen „toten Punkt“, also den Zeitpunkt, wenn unser Biorhythmus runterfährt, verpasst, werden wir meistens nochmal wach und dann braucht es einige Zeit, bis wir das nächste Schlaffenster erwischen können.

Machen wir einen Versuch:

Gönne dir in den nächsten 7 Tagen ausreichend Schlaf!

Frage dich dazu:

  • Wann willst oder musst du morgens aufstehen? Das kann durch viele Einflussfaktoren bestimmt sein. Wann wird dein Kind morgens wach und fordert deine wache Anwesenheit? Wann müsst ihr morgens aus dem Haus? Wann willst du dir morgens deine Zeit für dein persönliches Morgenritual nehmen?
  • Und wann müsstest du einschlafen, um auf 8 Stunden Schlaf zu kommen? Ja, für uns Mütter besonders mit kleinen Babys ist an einen durchgehenden Schlaf von 8 Stunden kaum zu denken. Probiere trotzdem, die Schlafenszeit deines Kindes nicht mit Haushaltsdingen o.ä. zu füllen. Tue vielleicht noch das Allernotwendigste oder bitte den Papa, dich abends diesbezüglich zu unterstützen. Aber sorge für dich, indem du dir genügend Ruhezeit gönnst. Versuche nächtliche Schlafunterbrechungen, zum Stillen, Wickeln oder Rumtragen so ruhig wie möglich zu gestalten. Das hilft nicht nur dir, sondern auch deinem Baby, wieder in den Schlaf zu finden. (Und auch für tagsüber gilt, gönne dir eine Ruhepause, wenn dein Kind schläft!)
  • Wie lange brauchst du abends, um zur Ruhe zu kommen? Kalkuliere das mit ein. Hast du irgendwelche Einschlafrituale? Ein paar wertschätzende Gedanken zum vergangenen Tag und ein paar Notizen in einem Dankbarkeitsbuch helfen einen positiven Tagesabschluss zu finden und entspannt in den Schlaf zu finden.

Und zum Schluss ganz konkret:
Was bedeutet das für deinen heutigen Abend? Sei dir selbst gegenüber ehrlich, denn es kann auch bedeuten, dass du gemeinsam mit deinem Kind ins Bett gehst. Ja, das mag vielleicht den Wehrmutstropfen mit sich bringen, dass du abends nichts mehr „schaffst“ oder „keine Zeit mehr für dich hast“. Aber ich möchte dich ermutigen, es trotzdem mal für eine Woche als Experiment durchzuziehen.

 

 


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Verfasst 12. April 2018 von Julia Otterbein in category "Auszeit für mich

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