18 Juni 2018

Der frühe Vogel kann mich mal!?

Ich berichte Dir von meinem Weg zu einem Morgenritual und möchte Dich inspirieren, Dich ebenfalls auf diesen lohnenswerten Weg zu begeben.

„Morgenstund hat Gold im Mund“?!?

Vor ein paar Wochen habe ich auf meiner Facebook Seite mit euch geteilt, dass ich auf der Suche nach einem für mich passendem Morgenritual bin und habe euch nach euren Erfahrungen gefragt. Für mich ist jeder Morgen, an dem ich vor 8 Uhr aufstehen muss, wirklich schwierig, weil ich eine absolute Eule bin. Ich kann also abends sehr lange wach und produktiv sein – morgens dagegen möchte ich so lange wie möglich in meinem Bett bleiben. Von euch kamen dann einige schöne Vorschläge: Geweckt werden mit „Sound of silence“, 30 Minuten ganz für sich zu haben, oder in der Bibel zu lesen. „Morgenstund hat Gold im Mund“ konnte ich für mich nie so sehen. Ich gehöre da eher zur Kategorie „Der frühe Vogel kann mich mal“. Also früher aufzustehen und dann doch keine Ruhe zu haben, weil meine Kids dann automatisch auch wach werden würden, kam bisher eher nicht in Frage.

Was bringt es mir?

An verschiedenen Stellen bin ich in den letzten Wochen und Monaten aber immer wieder darauf gestoßen, welche Vorteile ein solches Morgenritual haben kann: Ein Morgenritual schafft einen roten Faden für den Tag. Es ein wesentlicher Teil für die Persönlichkeitsentwicklung. Sportler wärmen sich auch erst auf, bevor sie ins Training starten. Mit einem Morgenritual bekommt man einen klaren Kopf und kann die Energiereserven voll ausschöpfen. Mich hat vor Allem überzeugt, dass ich durch ein Morgenritual mit mehr Bewusstsein in meinen Tag starten kann und nicht im Autopiloten starte und damit das Gefühl bekomme, gelebt zu werden.

Schon morgens den Draht zu mir finden

Stattdessen möchte ich lieber selbst am Lenkrad meines Lebens sitzen und eine gute Grundlage für den restlichen Tag schaffen. Wenn ich gleich morgens den Draht zu mir selbst finde, noch bevor die Aufgaben des Tages auf mich einprasseln, kann ich mich auf meine Ziele ausrichten und bin motiviert. Zu Beginn des Tages erstmal meine eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen, denn wer weiß, was der Tag noch so mit sich bringt. Ich erhoffe mir dadurch eine innere Stärke, die mir hilft, durch die Ereignisse von außen nicht mehr so schnell aus dem Gleichgewicht zu geraten.

Was solltest Du beachten bei der Etablierung Deines Morgenrituals?

Ich habe Dir hier die für mich wertvollsten Tipps zusammengestellt:

  • Wichtigster Grundsatz: Du muss es gerne tun und es muss Dir gut tun!
  • Früher aufstehen und auch direkt nach dem Aufstehen mit Deiner Routine beginnen.
  • Lege alles am Abend zuvor bereit, damit Du sofort starten kannst.
  • Mach es nicht zu kompliziert – bedenke es ist früh am Morgen!
  • Für den Beginn erstmal nur 3 neue Gewohnheiten.
  • Halte 30 Tage durch, bevor Du größere Veränderungen machst!

 

Ideen gibt es (zu) viele

Wenn Du zum Stichwort Morgenritual auf die Suche ins Internet gehst, dann findest Du eine Unmenge an sinnvollen Ideen (zu blöd, dass die wenigsten morgens so viel zusätzliche Zeit zaubern können). Lass Dich also nicht erschlagen von der großen Menge an Möglichkeiten. Es soll Dein persönliches Morgenritual werden und zu Deinem eigenen „Life-Style” passen. Deswegen habe ich keine ultimative Anleitung für Dich, sondern eine (unvollständige) Liste an Möglichkeiten, die Deinen Start in den Tag positiv beeinflussen können. Können deshalb, weil jede von euch ihr eigenes, individuelles Morgenritual entwickeln sollte. Ich will Dich nicht dazu anregen, es einfach zu kopieren, sondern Dich dazu inspirieren, selbst zu experimentieren, welche Elemente für ein Morgenritual Dir gut tun. Und: Es ist nichts für alle Ewigkeiten in Stein gemeißelt. Dein Leben wird sich immer wieder verändern und genauso wird sich Dein Morgenritual verändern.

Wie komme ich aber nun zu meinem persönlichen Start in den Tag?

Da meine gesammelten Ideen und Tipps den Rahmen dieses Blogbeitrags sprengen würden, habe ich Dir ein PDF zusammengestellt, das Du Dir runterladen und ausdrucken kannst, und damit Dein einzigartiges Morgenritual entwickeln kannst.

Du kannst Dir das PDF ohne jede weitere Verpflichtung hier runterladen.

Wenn Du Dir aber weiterhin regelmäßig Impulse für Deinen Mama-Alltag gönnen willst, kannst Du Dich hier für meinen Newsletter eintragen, bekommst das PDF per Mail und drüber hinaus ca. alle 2 Wochen frische News von mir (mit Blogbeiträgen, Veranstaltungen und Angeboten).

Zwei Dinge möchte ich aber hier direkt noch loswerden.

„Wo ist Mama?“

Als Mamas müssen wir unsere Morgenritual-Zeit manchmal auch gegen Störungen von außen verteidigen. Das kann eine ganz schöne Herausforderung sein und gelingt vielleicht auch nicht an jedem Morgen. Hier braucht es ein bisschen Einfallsreichtum, um seine ungestörte Zeit trotzdem zu bekommen, aber für das Mehr an Ausgeglichenheit lohnt sich der Aufwand. Und letztlich kommt das ja auch Deinen Lieben zu Gute. Mein Ziel ist im Moment, dass ich mir endlich wieder ausreichend Zeit im Bad nehmen will. Zum Meditieren, Yoga machen oder dergleichen ziehe ich mich in einen anderen Raum zurück und schließe die Tür hinter mir. Hilfreich kann es auch sein, Dich mit Deinem Partner abzusprechen, damit er Dir den Rücken freihalten kann und den Kindern vermittelt, dass Mama jetzt Zeit für sich braucht

Morgenritual für Deine Kinder

Uns hilft es enorm, bei der morgendlichen Zeitgestaltung die Bedürfnisse der Kinder zu berücksichtigen, damit nicht zu Beginn des Familientages gleich Stress entsteht. Unser Zeitplan morgens ist auf Grund der festen Schulzeiten und längeren Wegstrecken ziemlich fix und kaum flexibel. Deswegen planen wir einen Zeitpuffer ein. Jedes Kind bekommt morgens die Aufmerksamkeit und Begleitung, die es braucht, um in Ruhe wachzuwerden. Das variiert jeden Tag ein bisschen, aber es hilft, den Kindern ein paar Minuten kuscheln anzubieten und etwas mehr Hilfe beim Anziehen zukommen zu lassen, als sie es eigentlich bräuchten. In der Folge sorgt es aber dafür, dass das Frühstück und der abschließende Gang durchs Bad, bevor wir das Haus verlassen, deutlich entspannter verläuft. (Extra-Tipp: Die Klamotten legen wir meist abends bereit, damit wir nicht morgens noch darüber diskutieren müssen.)

Mein vorläufiges Fazit:

Ich möchte morgens nie mehr mit dem falschen Bein aufstehen, sondern meinen Tag auf jeden Fall positiv beginnen. Was dann daraus wird, liegt vielleicht nicht zu 100% an mir, aber den Start in den Tag und die Einstellung, mit der ich dem Tag begegne, habe ich in der Hand. Und deshalb probiere ich aktuell verschiedene Varianten für MEIN Morgenritual aus. Denn am Wochenende und in den Ferien, die bald beginnen, sieht alles schon wieder anders aus, als im Moment noch.

 

Ihr könnt ja mal kommentieren, wo ihr so steht in Bezug auf ein Morgenritual. Habt ihr eins? Wie hat sich das entwickelt? Welche Effekte erzielt ihr damit? Oder steht ihr noch ganz am Anfang, habt mal das ein oder andere probiert, aber noch nicht vollständig etabliert? Wünscht ihr euch vielleicht Unterstützung von einer Person, die auch gerade versucht, ein Morgenritual für sich zu schaffen?

Ich werde die nächsten Tage mal bei Instagram ein bisschen berichten, wie es mir zurzeit so ergeht.

Und im FAmiLy with love – Dorf werde ich einen Austausch-Thread anlegen.


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Verfasst 18. Juni 2018 von Julia Otterbein in category "100% ich

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