Bei mir ist es dieses Jahr natürlich Island. Dieses Land ist wirklich atemberaubend und ich bin so dankbar, dass wir das als Familie gemeinsam erleben konnten. Rauschende Wasserfälle, eine stille Gletscherlagune, riesige Lavafelder, endlose Weiten auf der Ringstraße und ein geführter Ausritt auf einem echten Isländer 🥰

Aber dieses Bild aus dem Sommer muss auch nicht von einer großen Reise kommen. Vielleicht ist es einfach die Leichtigkeit eines Nachmittags, an dem nichts geplant war. Ein Lachen, das dir noch in den Ohren ist und dich zum Lächeln bringt, wenn du daran denkst. Oder ein Moment, in dem dein Kind dir etwas gezeigt hat, das du sonst übersehen hättest.

Diese Bilder verblassen schnell, sobald der Alltag wieder Fahrt aufnimmt – mit Terminen, To-dos und all dem, was nach der Ferienzeit wieder ansteht. Aber bevor der Herbst das übernimmt, habe ich mir heute einen Moment Zeit genommen. Nicht um krampfhaft am Urlaub festzuhalten, sondern um nachzuspüren, was er mir gezeigt hat. Was ich gebraucht habe. Und was ich mir auch zu Hause öfter erlauben möchte.

Mein Urlaubsanker im Alltag 🎶

Der erste kleine Anker ist ein Lied: „Hallelúja“, die isländische Version von Leonard Cohens Klassiker. Das haben wir im Autoradio gehört und wenn ich jetzt die Augen schließe, habe ich sofort wieder die unglaubliche Landschaft vor Augen, durch die wir gefahren sind, als wir es zum ersten Mal gehört haben. Die Welle der Gefühle, die das dann begleitet, kann ich noch gar nicht in Worte fassen, aber ich genieße sie.

Ich habe zwar schon mehrfach danach gesucht, aber ich finde das Lied (es war auch noch eine Live-Version) einfach nicht. Daher höre ich jetzt immer mal wieder den Sender über Webradio und einmal war es mir bisher vergönnt, genau diese isländische Variante des Liedes wieder zu hören 🥰

Arbeiten im Ferienmodus

Wenn ich mich frage, was mir am meisten gutgetan hat, lande ich immer wieder beim Leben in unserer „Frida“. Diesem kleinen, kuscheligen, wunderbar reduzierten Raum. Also ziehe ich seitdem ab und zu tagsüber um – raus aus dem Arbeitszimmer, rein in die Frida neben unserem Haus. Die Arbeit ist die gleiche, aber ich sitze anders, ich habe einen anderen Blick, trinke aus meiner Campingtasse. Und das reicht schon, um etwas von diesem Gefühl zurückzuholen.

Außerdem arbeite ich gerade noch bewusst im Ferienmodus weiter. Morgens etwas länger schlafen, am Tag nur ein bis zwei wichtige To-dos, und die Nachmittage und Abende gehören noch dem Sommer – mit allem, was dazugehört. Ich weiß, dass das nicht ewig so bleiben wird, aber im Moment genieße ich es einfach.

Nicht jeden Tag gelingt mir das. Aber allein die Frage am Abend „Was hätte mir heute gutgetan?“ gibt mir die Möglichkeit, innezuhalten und es morgen wieder anders zu machen. Vielleicht ist das die eigentliche Übung: nicht alles immer perfekt umzusetzen, sondern regelmäßig wieder neu hinspüren.

Was hallt bei dir noch nach – und was davon erlaubst du dir heute?

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