Erlaubnis ist so ein Wort, das als erwachsene Person erst mal fast überflüssig klingt. Wer sollte uns denn noch etwas erlauben müssen? Und trotzdem erlebe ich in Coachings immer wieder, wie wenig gerade wir Mütter uns wirklich selbst erlauben.

Wir erlauben uns oft nicht, müde zu sein oder wütend. Wir erlauben uns nicht, Grenzen zu haben und sie auch auszusprechen. Oder Hilfe zu brauchen.

Woher innere Verbote kommen

Diese inneren Verbote kommen selten aus dem Nichts. Meistens hängen sie mit unserer Lebensgeschichte zusammen. Mit den Botschaften, die wir als Kinder bekommen haben – bewusst oder unbewusst. Mit den Rollenbildern, die uns im Leben begegnet sind. Mit gesellschaftlichen Erwartungen daran, wie eine Mutter zu sein hat.

Daraus entstehen Sätze wie „Stell dich nicht so an„, „Eine gute Mutter schafft das“ oder „Du musst stark sein für deine Kinder„. Das Tückische daran ist, dass diese Stimmen sich oft wie unsere eigenen anfühlen. Wir tragen sie schon so lange in uns, dass sie uns so vertraut sind, dass wir sie als „die eigene innere Stimme“ betrachten.

Im FREL®-Coaching ist Erlaubnis deshalb oft ein wichtiger, aktiver Schritt: sich selbst zu erlauben, zu fühlen, was da ist. Sich zu erlauben, eigene Bedürfnisse zu haben. Sich zu erlauben, Mensch zu sein und nicht nur als Mutter zu funktionieren.

Ausprobieren

Schreib dir heute einen Satz auf, den du dir bisher nicht erlaubst auszusprechen – zum Beispiel „Ich darf müde sein“ oder „Ich darf um Hilfe bitten“. Und frag dich dann: Zu wem gehört diese Stimme, die mir das verbietet?

Reflexionsfrage

Was erlaubst du dir gerade nicht? Als Mutter, als Frau, als Mensch? Und welche innere Stimme sagt dir, das darfst du nicht?


Im FREL®-ABC sind bisher erschienen:

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