Vielen Müttern fällt der Übergang nach einer Kur zurück in den Alltag relativ schwer und sie fühlen sich nach kurzer Zeit schon wieder ausgelaugt und sind frustriert, dass der Kurerfolg so schnell verfliegt. Die zwei größten Hürden, die sich Dir nach einer Mutter-Kind-Kur in den Weg stellen können, sind zum einen der „Kaltstart“ in den Alltag und die Sache mit den „Neujahrsvorsätzen“. Da beide Hürden sich sehr unterschiedlich zeigen können, möchte ich sie hier mal von verschiedenen Seiten beleuchten. Wenn Du Dich in einigem wiederfinden kannst, dann habe ich am Ende des Artikels noch eine Einladung für Dich.

Kaltstart von o auf 100

Wenn Mütter von einer Mutter-Kind-Kur nach Hause kommen, dann hat sich dort meist schon ein Aufgabenstau gebildet: der Kühlschrank ist leer, es wartet die Post von drei Wochen (natürlich auch die elektronische), viele Maschinen Wäsche wollen gewaschen werden, die Kinder müssen am nächsten Tag wieder in die Schule, … Kurzum: der Alltag ist wieder präsent und alles fühlt sich wie ein Kaltstart von 0 auf 100 an. Die sonst oft routinierten Alltagsabläufe wurden drei Wochen lang kaum gebraucht und müssen sich erst wieder einspielen.

Viele Mütter werden auf diese Weise total vom Alltag überrollt, weil sie sich auf diesen Moment wahrscheinlich nicht vorbereitet haben. Sie haben einfach auf gut Glück und in der Annahme, dass sie ja jetzt voll entspannt sind, es einfach auf sich zukommen lassen haben. Die Umstellung vom Kur-Modus in den Alltag gelingt einfach besser, wenn man sich in den letzten Tagen der Kur bereits Gedanken darüber macht, einen realistischen Blick auf die anstehenden Aufgaben & die vorhandenen Ressourcen wirft und, ganz wichtig, sein Umfeld aktiviert!

Wie man diese Situation im Vorfeld am besten entschärfen kann, zeige ich Dir ausführlich in meinem E-Book zur Kurvorbereitung. Wenn Deine Kur also noch vor Dir liegt, kannst Du Dir entweder hier meine kostenlose Checkliste mit den 10 wichtigsten ToDos für Deine erfolgreiche Kurvorbereitung herunterladen oder Dir eben mein ausführliches E-Book mit vielen zusätzlichen Tipps, Listen, Vorlagen und Zeitplänen kaufen

„Neujahrsvorsätze“

Die zweite große Hürde wird sich nicht unbedingt in den ersten Tagen nach der Kur zeigen, lässt sich dafür aber auch noch nachträglich beeinflussen. Du hast/wirst vielleicht das ein oder anderen Vorhaben von der Kur mitbringen, z.B. Dir regelmäßig Zeit für Dich zu nehmen, Sport zu machen oder Dich gesünder zu ernähren. Solche Vorsätze sind allerdings stark gefährdet, dem gleichen Schicksal zu erliegen wie die berühmten Neujahrsvorsätze.

Du möchtest in Deinem Alltag unbedingt etwas verändern und die ersten Grundlagen oder Erfolge sind durch die Angebote während der Kur auch schon da. Aber in einem vollgestopften Alltag wird es dann doch schwierig, diese Vorhaben dauerhaft und erfolgreich umzusetzen: regelmäßig Sport zu treiben, gesünder zu kochen, täglich zu meditieren oder was auch immer Dein konkretes Vorhaben ist.

Konkret ist dabei schon ein gutes Stichwort, denn ganz so konkret sind die Vorhaben vielleicht doch nicht. Frage Dich also: Wann genau möchte ich mir denn Zeit für Sport nehmen? Was genau möchte ich kochen und wie geht das?

Zu viel wollen/fehlende Strategie

Ein weiterer Stolperstein beim Umsetzen von neuen Gewohnheiten ist, dass Du Dir zu viel vorgenommen hast. Während der Kur hattest Du viel mehr Zeit als im Alltag und durch Deinen Therapieplan eine ganz klare Struktur für diese Aktivitäten. Sport fand immer Dienstag um 11 Uhr statt, während Deine Kinder betreut waren, Dein Zimmer wurde geputzt und das Mittagessen wurde von der Küchencrew gekocht. Du brauchst also eine ganz klare Strategie, wie Du Dein Ziel im Alltag umsetzen möchtest, z.B. erstmal kleinere Zeiteinheiten wählen und nicht zu viele neue Gewohnheiten gleichzeitig.

Fehlende Kommunikation

Wenn Du Dir also zukünftig mehr Zeit für Dich nehmen willst, dann muss das organisiert werden. Denn Du brauchst z.B. Unterstützung bei der Betreuung Deiner Kinder, um Deine Vorhaben umzusetzen. Dafür ist es essenziell wichtig, nach der Kur Deinem Partner, Deinen Kindern und anderen Personen, die davon betroffen sind, davon zu erzählen und die neue gewünschte Situation zu besprechen.

Zu viele Anforderungen/ausmisten/delegieren

Eins der zentralen „Probleme“, warum Mütter im Alltag kaum Raum für sich selbst finden/schaffen können, ist die Tatsache, dass sie insgesamt zu viele Anforderungen zu bewältigen haben. Ihre ToDo-Liste ist niemals abgearbeitet und der Tag hat einfach nicht genügend Stunden, um alles zu schaffen. Da auch ich Deinen Tag nicht verlängern kann, bleibt nur die Option die wichtigen Aufgaben und Zuständigkeiten neu zu sortieren, auszumisten und zu delegieren.

Neue Ergebnisse erreicht man nur, wenn man Dinge anders macht, und das kostet erstmal Energie, denn die neuen Vorhaben sind mit Veränderungen von Gewohnheiten verbunden. Das muss einem klar sein und das muss man bewusst planen. Aber die Zeit nach einer Mutter-Kind-Kur eignet sich dafür sehr gut, denn durch die Mutter-Kind-Kur hast Du Energie getankt und konkrete neue Ideen im Gepäck.

Selfcare-Circle

Wie man das am besten angeht und was sonst noch wichtig ist, um den Kurerfolg nachhaltig im Alltag zu intergieren, darüber tauschen wir uns in meinem Selfcare-Circle aus, der im August startet. 

 

Welche der genannten Hürden haben Deinen langfristigen Kurerfolg ausgebremst?
Schreib es mir gerne in die Kommentare und hilf mir dabei, meine Inhalte für den Selfcare-Circle noch besser auf Deine Bedürfnisse anzupassen.